Nachtrag: Warum ich überhaupt hier bin...

Also nun mach ich es offiziell, bevor mich noch mehr Leute fragen: Frederik ist hier als Informand, sprich: er ist von Siemens hierher versetzt worden, um mal ein bisschen seinen 'Horizont' zu erweitern, was auch immer das für Folgen hat... Nachdem ich ja - Gott sei Dank - im Dezember letzten Jahres mein Examen hinter mich gebracht habe und es erst im September mit dem Referendariat weitergeht, hab ich ja quasi eh nicts zu tun. Was macht man da also mit so viel ungewohnter Freizeit? Begleitet man halt den Freund nach China. Wir sind also seit 3.Mai hier in Peking und warten ab, wann mich die Chinesen rausschmeißen.... Genug Aufklärung? Wenn nicht, bitte im Gästebuch vermerken!

Peking an die Welt:

Also Ihr Parasiten!!! Alle lesen, aber keiner (sorry, fast keiner) schreibt ins G ä s t e b u c h !!! Bin echt enttäuscht von euch *GRINS* Bitte teilt mir doch auch mit, ob Ihr Skype habt und unter welchem Namen man Euch da finden kann. Wäre toll!!!

Sonntag, 22. Juli 2007

Samstag, 21. Juli 2007

Start klar?!

Heute gehts wieder mal ins Pekinger Umland: Erst geht's nach Huanghuacheng zur Mauer. Sehr unbefestigt, hab ich gelesen, aber landschaftlich traumhaft gelegen. Geldblühendes Blütenmeer umgibt Mauerüberreste, die durch ein Naturschutzgebiet mit See führen.
Danach fahren wir weiter, falls wir irgendwann wieder bei unserem Bus ankommen, zur "Longqing Gorge". See, Grotten, Schiffal fahrn... Wird hoffentlich super, so lange das Wetter mitspielt und wir irgendwann wieder hier ankommen.
Abfahrt ist um 8 Uhr, das heißt ich muss jetzt schon schnell Brote schmieren und dann gehts ab... Bis dann! Denkt an mich, damit ich nicht so Angst haben muss, wenn ich auf Steinhaufen rumkletter :)

Freitag, 20. Juli 2007

Grillen auf dem Balkon - wann kommt die Feuerwehr?

Gar nicht, wenn Feuerwehrhauptwachtmeister - oder wie der heißt - Frederik am Grill steht. Ja, Ihr habt Euch nicht verlesen, wir haben heut auf unserem MINIbalkon gegrillt! Mit Fleisch vom Schindler (deutscher Metzger) und Kartoffeln mit chinesischem Quark :)
Mai, war des guad....


Donnerstag, 19. Juli 2007

WIeder einmal Sommerpalast

Strahlender Sonnenschein und azurblauer Himmerl hat uns heute morgen um kurz vor 6 Uhr geweckt. Und was macht man an so einem Tag in Peking, wenn man nicht arbeiten muss und eh Gäste hat, die etwas sehen wollen? Na klar, man fährt zum Yiheyuan...
Traumhaft war's, wie immer!
Völlig erschöpft haben wir noch einen Getränke-Obst-Gemüse-Großeinkauf gestartet, bevor wir der Noodle Loft einen Besuch abgestattet haben.
Leider gings mir nicht so gut, weshalb ich jetzt dringend ins Bett muss...

Tolle Neuigkeiten!

Das kam heute Nacht:
"Hallo ihr zwei,seid Montag ca. 11.00 Uhr ist Phillip Schiller auf der Welt. Ganz imGegensatz zum Papa ist er recht zierlich, 48cm groß und ein Federgewicht von2400 Gramm. Zur Zeit muss er das Trinken noch üben. Angeblich hat er ganzlange schwarze Haare..."

Herzlichen Glückwunsch, bleibt uns da nur zu sagen!

Mittwoch, 18. Juli 2007

Wahnsinn!

Kennst Du die Berge? Die Berge Beijings... Die Wohnung von Freddy? Die kennst du wohl...

Und wir sind mitschuldig...

Die Chinesen machen das Bier teurer (www.welt.de - 18.07.2007 04:56)
Auf der ganzen Welt ist Bier ein beliebtes Getränk – auch in China. Weil dort so viel getrunken wird, verknappt sich der Hopfen. Die Folge: Die Preise für die Zutat haben sich im letzten Jahr verdreifacht. Das treibt die Bierpreise kräftig nach oben.
Der wachsende Durst der Chinesen auf Bier treibt weltweit die Kosten für Hopfen in die Höhe. Die Preise für die Bierzutat hätten sich allein im vergangenen Jahr verdreifacht, erklärte der deutsche Branchenführer im Hopfenhandel, Joh.Barth & Sohn, in München bei der Vorlage seines internationalen Hopfenberichts.
Insgesamt sei die weltweite Bierproduktion im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 1,7 Milliarden Hektoliter gestiegen, sagte Geschäftsführer Stephan Barth. Das Wachstum gehe zur Hälfte auf China zurück, obwohl der Markt noch unterentwickelt sei: „Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier lag dort 2006 bei 25 Litern pro Kopf, in Deutschland bei 116 Litern.“
Die in China steigende Kaufkraft lasse auch einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Bier und Hopfen erwarten. „Der Hopfen wird weltweit knapp“, betonte Barth. Für derzeit steigende Preise sorge auch, dass in der Vergangenheit in Deutschland als größtem Hopfenproduzenten der Welt zahlreiche Anbauflächen aufgegeben worden seien.
„Lange Jahre hat die Brauindustrie eher kurzfristig eingekauft, anstatt sich langfristig Hopfen über Vorverträge zu sichern“, erklärte Barth. Auf Grund der so entstandenen niedrigen Preise hätten viele Hopfenpflanzer lieber Stilllegungsprämien in Anspruch genommen. In den vergangenen zehn Jahren sei in Deutschland die Anbaufläche um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Inzwischen halte sie sich jedoch auf einem Niveau von 17.170 Hektar. „Offensichtlich haben die Brauereien die Zeichen der Zeit verstanden, denn in den Hauptanbaugebieten sind die Ernten von 2007 und 2008 bereits über Vorverträge verkauft“, sagte Barth. Es sei zu erwarten, dass der Bierverbrauch künftig nicht nur in Asien weiter steigen werde. Auch Afrika und Südamerika seien Wachstumsmärkte für Brauereien. In Deutschland sei der Bierkonsum 2006 anders als in den Vorjahren nicht gesunken, sondern konstant geblieben. Barth sagte, dass die Deutschen bei der Fußball-Weltmeisterschaft so viel Bier getrunken hätten, dass der erwartete Rückgang ausgeglichen worden sei. [...]

Dienstag, 17. Juli 2007

Get the party started...

on a tuesday's night....
Britta und Karl sind gelandet! Bald sind sie da...
Auf, auf, Karten spielen, Weinchen trinken und Kochsalami essen :)
Das wird bestimmt ne geile Zeit! Mal gucken, welche Ausflüge mir noch so einfallen...

Montag, 16. Juli 2007

Nikolas hat uns verlassen

Gestern früh haben wir also Frederiks Bruder wieder in den Flieger nach Deutschland verfrachtet. Am Dienstag kommen Britta und Karl, d.h. 2 Abende für uns!!!
Nicht falsch verstehen, es ist super, besucht zu werden, aber so groß ist die Wohnung dann doch nicht und wenn dann mehrere Personen über Wochen auf so engem Raum nur aufeinander sitzen, ist es schon auch schon mal ein bisschen Zeit für Romantik zu haben...
Leider hab ich mich wohl bei unserem Mauerausflug am Samstag etwas erkältet, aber das hindert einen ja nicht daran, den ganzen Tag auf der Couch zu liegen und einen DVD nach dem nächsten zu gucken...
Heute muss ich also aufräumen, putzen und Wäsche waschen, damit für morgen Abend alles vorbereitet ist.
@Nikolas: Danke für die Angekommen-SMS!

Juliaaaaaaaaaaaaaaa??????????

Hallo? Wo steckst Du denn? Haben schon lang nix mehr von Dir gehört...

Sonntag, 15. Juli 2007

Hallo an alle!

Also mal für alle: uns gehts gut! Wir leben, sind nur im Moment viel unterwegs... Freuen uns aber über Eure Nachrichten im Gästebuch und per Skype könnt Ihr uns auch immer gut erreichen. Also dann...

Nachtrag: Bericht zu Xi'an - Teil 2

Tapfer! Morgens um 7.15 Uhr habe ich das Hotel verlassen, um noch Frühstück für die Fahrt zur Terrakottaarmee zu organisieren. Leider haben wir den Bus verpasst, weil das Auschecken so lang gedauert hat. Wir sind also mit dem Taxi für knapp 100 Yuan einfach gefahren. Die Armee an sich ist schon beeindruckend. Fast 3 km entfernt vom eigentlichen Mausoleums des Kaisers fand 1973 ein Bauer zufällig die Soldaten, als er einen Brunnen graben wollte. Dass die knapp 7000 Soldaten, 3000 Pferde und Holzwägen nicht schriftlich irgendwo fixiert wurden, bleibt ein Rätsel, besonders weil die Chinesen eigentlich alles aufschreiben, was mit den Kaisern zu tun hatte. Das ganze Gelände drum herum ist schon sehr stark auf Touristen eingestellt, kein Wunder, die meisten besuchen Xi'an nur für die Armee im Rahmen einer Chinarundreise.
Es gibt 3 Schächte zu besichten, von denen Grube 1 vollständig ausgegraben ist und die anderen beiden noch bearbeitet werden. Grube 3 ist die kleinste, in der nur die höheren Offiziere aufgestellt waren. Die Soldaten stehen in der Regel in 2er-Reihen in Gängen, die eine Holzkonstruktion als Dach hatten. Da diese natürlich auf Grund der Verottung in sich zusammen gefallen ist, kann man sich dadurch auch die Zerstörung der Soldaten erklären, nur wenige sind noch fast vollständig in Takt.
Alle Soldaten stehen mit dem Rücken zum Grab, Blick gegen Osten gerichten, von wo der damalige Feind anrücken würde. Der sollte beim Anblick der gewaltigen Armee abgeschreckt und von der Grabstätte ferngehalten werden.
Jeder Soldat hat ein individuelles Gesicht, damit man sie auch wirklich für "echt" hält. Eigentlich waren sie alle bunt bemalt, aber davon ist heute kaum mehr etwas zu sehen. Je nach unterschiedlichem Offiziersgrad tragen die Soldaten unterschiedliche Frisuren und Gewänder. An diesen kann man sie ganz gut unterscheiden.
Jeder hatte 2 Waffen mit in die Kammer bekommen, ursprünglich aus Bronze oder Eisen. Weil kaum mehr Waffen gefunden wurden - nur die Formung der Hände weißt darauf hin -, geht man davon aus, dass bereits vor dem Fund in den 1970er Jahren Grabräuber dort zugange waren und vielleicht noch zusätzliche Verwüstung verursacht haben.
Neben den 3 Gruben gibt es eine Exhibition Hall zu besichtigen, in der Texte und Fotos zum Fund, der Rekonstruktion und dem wieder Aufbau zu sehen sind. Außerdem sind dort einige teils wieder vollständig restaurierte Figuren ausgestellt.
Nach der knapp 4-stündigen Besichtigung (90 Yuan), sind wir mit einem etwas lebensmüden Taxifahrer quer durch die Prärie zurück in die Stadt gefahren. Wenn auch mit etwas mulmigen Bauchgefühl, was trotzdem eine super Sache, weil man wirklich mal was vom Landleben erahnen konnte. Schockierend, in welcher Armut die Menschen dort teilweise leben. Auch in Xi'an selbst wurden wir als westliche Menschen immer wieder zur Hauptattraktion.
Nach einem kurzen Abstecher in die relativ neue Shoppingmall, gings dann mit dem Bus zurück zum Flughafen.
Xi'an ist super, und wenn man die Zeit hat, lohnt es sich meiner Meinung nach durchaus, 2 Tage dort zu verbringen!

Nachtrag: Bericht zu Xian - Tag 1

Also unser Spontantrip nach Xi'an startete Montag Vormittag, als Frederik in Qingdao war. Nach einem nicht so ganz astreinen Flug haben wir uns am Flughafen angekommen Bustickets besorgt. Ging an sich reibungslos. Mit dem Bus ging es dann Richtung Stadtmitte. Die richtige Haltestelle zu treffen, war nicht ganz so leicht, aber auch in Xi'an gibt es natürlich Taxis, die etwas billiger sind als Peking. Wir haben dann im Melody Hotel eingecheckt, sehr zentrale Lage, 295 Yuan fürs Doppelzimmer, nicht so ganz tolle Zimmer, aber durchaus für eine Nacht gut geeignet. Kann ich also nur empfehlen. Positiv ist auch an dem Hotel, dass es alle Taxifahrer kennen (gesprochen: mélodi fan dien) und der Shuttlebus vom Flughafen direkt vors Hotel fährt und von dort auch wieder abfährt. Außerdem gibt es verschiedene Busverbindung zu den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten.
Frisch gemacht haben wir uns auf den Weg zur Großen Wildgans Pagode (Daya Tan) gemacht. Um die Pagode herum befindet sich eine Art Buddhapark mit einigen großen Weisen Chinas als Steinfiguren. Die Pagode selbst kostet allerdings zusätzlich 35 Yuan, weshalb wir uns für den Ausblick von der Stadtmauer am Südtor (nan men) entschieden haben. Denn die wollten wir eh besichtigen. Dort oben kann man Fahrrad, auch Tandem, fahren und die Aussicht genießen. Als die Lichter angeschaltet wurden, haben wir die Location gewechselt. Auf der Suche nach einem kleinen Restaurant zogen wir durch die nächtlichen Straßen ums muslimische Viertel herum. Dort saßen Familien und Freunde zusammen und grillten unter freiem Himmel. Für uns gab es leider nichts zu essen, weshalb wir uns von Fast Food ernährt haben.
Dieser Zusammengehörigkeitssinn ist wirklich schön zu beobachten! So etwas sieht man heute nicht mehr oft, Alt und Jung beim Tanzen, Singen, Reden, Feiern, Spielen, Essen usw...
Es gäbe auch eine Barstraße westlich des Südtors, aber wir waren schon so platt und wollten ja am nächsten Tag um 7.30 Uhr los, also sind wir ins Hotel zurück.
Für mich wars ein bisschen schade, dass Frederik nicht dabei sein konnte, Xi'an wär echt ganz nett schnuckelig und romantisch. Aber wenn die Pflicht ruft, kann mans eben nicht ändern

Immer diese Mauer

Samstag- Nikolas letzer Tag in Peking.
Morgens um 8 Uhr starteten wir zur Mauer, genauer Mutianyu.
Truppe: Sherry, Sabine, Mark, Kathrin, Nikolas, Frederik und ich.
Zwecks Regen war es zwar anstrengend, aber nicht heiß. Wir sind also ca. 3 Stunden rumgeschlendert. Die Mauer dort sieht ähnlich aus wie in Simatai, ist aber wesentlich besser befestigt. Man könnte mit dem Sessellift (45 Yuan) hochfahren, aber ein bisschen Sport soll ein Mauerausflug ja auch sein, weshalb wir gewandert sind. Runter haben wir uns allerdings das Vergnügen mit der Sommerrodelbahn gegönnt. Sehr cool, aber 40 Yuan und 1 Yuan für die Versicherung. China eben :)
Nach Mutianyu haben wir noch quer durch die Botanik (sehr unbefestigte Wege!) einen Abstecher zu den Monggräbern gemacht. Da ich Dingling schon kenne und nicht toll finde, haben wir uns den "Sacred Way" angeguckt. Ganz nett gemacht. Klassische, schöne chinesische Musik läuft im Hintergrund, während man einen Weg umzähnt von Trauerweiden und Steinfiguren entlang schreitet. Dieser Weg war also der letzte Weg der 13 Kaiser, deren Mausoleen sich im direkten Umfeld befinden. Man kann allerdings nur 3 besichtigen. Schreitet man durch das Südtor, trifft man zuerst auf verschiedene Wächter bzw. Soldaten, es folgen mondolische Pferde, Elefanten, Kamele, Drachen oder Löwen und zu letzt Säulen, bevor man dann den Weg durch das Nordtor wieder verlässt. War ein schüner entspannter Abschlussspaziergang, weil wir ja eh unterwegs waren, aber es gehört meiner Meinung nach nicht zu den Must-haves von Pekings Umgebung.
Nach Nikis Wunsch sind wir abends dann noch Teppanyaki essen gegangen - war wie immer grandios, bis auf die Austern, mit denen ich mich wohl nie anfreunden werde. Im Tangclub (Lucky Street) haben wir uns dann noch eine Dröhnung chinesische Volle-Lautstärke-Musik mit Tanz- und Bareinlage geholt, bevor wir gegen 2 Uhr morgens erschöpft ins Bett gefallen sind.

Freitag, 13. Juli 2007

Air China - Olé!

Der Rückflug von Shanghai fand in einer A330 statt. Sehr cooles, neues Flugzeug. In jeder Sitzlehne befindet sich ein Bildschirm. Auf dem kann man via Fernbedienung Musikprogramme, Spiele, viele Filme und so weiter auswählen. Außerdem kann man sich über Menü und Getränke informieren, per Camera Start und Landung verfolgen und so weiter. Hoffentlich hab ich so ne Maschine auch zurück nach Deutschland, damit kann man sich ganz gut ablenken. Leider war der Flug zu kurz und ich konnte meinen Film nicht zu Ende schauen :)

Stritzis in Shanghai



Jungs unter sich...

"Wie guckt denn Deiner aus?"

Back in Beijing

Gelandet!

Donnerstag, 12. Juli 2007

Shanghai Tag 2

Heute war es ganz relaxt. Früh um 6 Uhr hab ich versucht eine Handykarte aufzutreiben, weil das China Mobile Netz - anscheinend regional für Peking - in Shanghai 3x so teure Tarife hat. Gegen 10 Uhr morgens sind wir ans Flussufer um Starbucks, um zu frühstücken.
Mittags haben wir uns mit Stefan, Svenja und Co zum Essen getroffen. Shanxi hat doch noch mal andere Zubereitungswarten als Peking oder Fuzhou (Wuyi)
Nach dem Mittagessen gings ab für fast 3,5 Stunden ins Aquarium. Ein absolutes Highlight für Shanghaibesucher, kann ich echt wärmstens empfehlen. Das einzige was mich ein bisschen gestört hat, war das die Pflanzen oft nur Kunstnachgebilde waren. Und die Chinesen offenbar nicht mal mehr ihre Charakters lesen können oder warum hauen sie sonst immer wie bekloppt an die Scheiben?

Wir sind dann quer durch die Wolkenkratzer, am Jin Mao und seinen Nachbarn vorbei geschlendert und haben vom Häagendaaz am Huangpu aus den Sonnenuntergang genossen. Nur so und nicht anders sollte man einen Shanghaiausflug ausklingen lassen. Blick auf den Bund mit Zollhaus und Shanghai und Hongkong Bank - einfach traumhaft! Dieses Flair - Großstadt und südländische Meeresbrise - muss man unbedingt auskosten!
Und da Shanghai an Sehenswürdigkeiten im ursprünglichen Sinne eh nicht so viel zu bieten hat, kann man das auch auskosten, ohne Angst haben zu müssen, dass man etwas verpasst oder irgendetwas nicht anschauen konnte und statt dessen nur rumgesessen ist. Genau das macht Shanghai echt zu einer traumhaft schönen Stadt! Auch wenn sie natürlich nicht Peking mithalten kann :)

Mittwoch, 11. Juli 2007

Shanghai - Tag 1

Ankunft: 10:12 Uhr
Vom Bahnhof gings direkt zu Stefans Apartement. Das Pentox ist echt eine coole Wohnanlage. Liegt in Pudong unweit vom Marine Tower Siemens entfernt und somit ca. 15 Minuten mitm Taxi von der Flusspromenade entfernt, wo sich die Super Brand Mall (H&M, C&A, Zara und Konsorten), der Oriental Pearl Tower mit seinen rosafarbenen Kugeln und das Aquarium befinden.
Tausend Sterne für Hotal Stefan: Toplage und uneingeschränkte Gastfreundlichkeit!!!
Wir haben uns dann gegen Mittag, einem Antikatergelage beim Macci in der Superbrandmall und einem kleinen Shoppingausflug auf den Weg ins Stadtzentrum gemacht.
An sich könnte man mit dem People's Square (kostet nix) beginnen. Dort befindet sich auch das Shanghai Museum mit dem Planungsmodell für Pudong. Eintritt ist erschwinglich und angeblich echt sehenswert. Haben wir leider auf Grund von Kater ausfallen lassen. Sind daher auf direktem Weg in die Nanjing Lu, der Haupteinkaufsstraße der Stadt. Eigentlich wäre es praktischer gewesen, erst zum YuYuan (einzige wirkliche Sehenswürdigkeit) mit dem berühmten Teehaus und seiner Zickzackbrücke zu fahren, aufgrund von leichter Desorientierung und falschem Zeitmanagment, hab wir das hinterher gemacht. Wie auch immer quer durch die Nanjing Lu und die Nanjing Xilu sind wir am Peace Hotel vorbei zum Bund gelaufen und von dort mit dem Taxi zum Teehaus gefahren. Wir haben ein bisschen in den Shops des Bazaars gestöbert, wo ich zum Opfer einer Werbekampagne für chinesische Haarsprangen wurde. Das hat man davon, wenn man immer neugierig alles anguckt. Der Chinese hat mir dann eine 1A strenge Frisur erpasst und ich hab mir diese Klammern draufschwatzen lassen.

Naja, danach haben uns dann einen Jasminblütentee im Teehaus gegönnt. Anfangs ist das ein kleiner getrockneter Blätterknödel, der erst mit dem heißen Wasser lansgam wieder zur Blüte entfaltet. Kostet pro Kanne 55 Yuan, wir wussten das vorher nicht, aber es war okay. Man bekommt dazu hart gekochte, kalte Wachteleier, Tofu und unbekannte Süßigkeiten, die ein bisschen wie die der Türkei schmecken, gereicht. Wasseraufguss gibts für umsonst - free of carge würd Frederik sagen. Ist also nett und kann echt lange sitzen bleiben.
Zurück bei Stefan haben wir auf Frederiks Anruf gewartet, die erst verspätet von Suzhou zurück gekommen sind. Auch wegen für ihn ausgefallenem Mittagessen sind wir kurzer Hand um die Ecke ins Max und Moritz gegangen. Nettes, leckeres deutsches Lokal, das aber noch ein bisschen am Service arbeiten muss. Außerdem ist der Wurstsalat aus der selben Wurst wie der Aufschnitt gemacht und die vermeintlich rote Currywurst eine weiße Bratwurst. Sonst ist aber echt ganz lecker, auch wenn ich jetzt echt wieder genug von deutschem Essen hab.
Weil ja das letzte mal die Lichter ausgingen, sind wir zum Bund, um Nightviewfotos von Pudong zu machen. Frederik war völlig fertig, weshalb wir dann heim sind und Nikolas zu den anderen ins Zapata's gefahren ist. Da ist mittwochs Lady's Night, d.h. kostenlos fluing Margarithas und Coyote Ugly Show mit Tequilla von der Bar. Nikolas und der Rest fandes es ganz cool, kann man also weiterempfehlen.

Suzhou

Also, gelandet und direkt zur Busstation gings heut morgen gegen 10 Uhr. Tickets kaufen war kein Problem. Dann ging es ab mit dem Bus nach Suzhou. Erst über die Autobahn und dann Landstraße. War schön zu sehen, der Boden dort ist sichtlich fruchtbarer. Die Landschaft ist sehr grün, tolle Vegetation, und durchzogen mit vielen kleinen oder größeren Flussläufern. Suzhou ist ganz anders, als ich es mir gedacht hatte, viel größer und moderner. Die berühmten Wasserstraßen sieht man nur noch so richtig im alten Stadtkern, wo man auch die zahlreichen Gärten besichtigen kann.
Den "Garten des Bescheidenen Beamten" - Zhuozheng Yuan haben wir besichtig: 40.000 m². Echt beeindruckend, tolle Luft dort! Ganz wichtig, wenn man sich so viel in Peking aufhält. Kostet halt 70 Yuan, aber es lohnt sich wirklich. Besonders wenn man eh nur Zeit für einen Garten hat. Wir haben dann durch Gassen und an kleineren Flussläufen entlang die Gegend drum herum erkundet.
Der Beisi Ta- die Nordpagode kann für ein Entgelt für 25 Yuan bestiegen werden. Ist zwar anstrengend, lohnt sich aber durchaus. Man hat nen richtig schönen Blick über Suzhou. Ansonsten ist die Pagode selbst nicht so spektakulär.
Im Anschluss haben wir kurz Frederik getroffen und haben uns dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Ganz ohne Probleme habe ich Zugtickets nach Shanghai für Mittwoch morgen gekauft.
Bianca (vielen Dank noch mal - war echt super nett bei Dir!) hat sich ganz lieb um uns gekümmert. Wir sind dann im westlichen, sehr modernen Stadtteil ins Löwenbräu und haben deutsch gegessen. Dabei saßen wir direkt am Wasser, umgeben von in bunten Lichtern funkelnden Hochhäusern in sehr modernem, echt superschön eingerichteter Atmosphäre.
In ner kleinen Bar mit Livemusik haben wir Frederik und Co getroffen, viel zu schnell ein paar Bierchen gezischt und sind dann allein weiter in eine Disco, deren Name mir irgendwie entglitten ist :)
Die Nacht war sehr kurz. Vom Kater gezeichnet sind wir nach dem Frühstück zum Bahnhof, um nach Shanghai zu fahren. Kann ich sehr empfehlen, ist eigentlich ganz unkompliziert und man ist in 37 Minuten mit einem D-Zug in Shanghai an der relativ zentralen Railwaystation.
Suzhou an sich ist für mich eine Art Naherholungsgebiet für Shanghai, wenn man nur die Gärten betrachtet. Ansonsten hat die Stadt wirklich seinen Reiz. Man kann gut Essen und Tanzen gehen. Sie bietet durch das viele Wasser ein tolles Flair. Um einen Eindruck zu bekommen reicht ein Tag, da sich halt ansonsten die Gärten immer wieder ähneln. Es gibt aber auch einen Amusmentpark mit einem Berg dahinter, der aussieht wie "Little Hollywood" (hast absolut recht, Bianca).
Frederik war dort im Sheraton Hotel untergebracht, ein im chinesischen Stil aufgezogenen Hotel mit -auf den ersten Blick- gutem Service. Liegt im Norden der Stadt, hat aber Fitnessstudio und Poll. Soll auch ein tolles Frühstücksbuffet haben, das aber die beiden Businessmen nicht geschafft haben. Kundenabendessen sind hierzulande sehr langwierig und durchaus etwas feucht :) Mehr Informationen gibt es hierzu nicht!