Ein dritter Teil befindet sich ein bisschen abseits des Hauptmarktes. Man geht um ein paar Ecken und steht plötzlich vo 2 m großen Buddhastatuen. Überwältigend! Mehr bleibt mir dazu nicht zu sagen.
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Sonntag, 19. August 2007
Beeindruckend: Panjiayuan Antikmarkt
Gestern Nachmittag hat uns Sabine ins geheimnissvolle Reich des Panjiayuan entführt. Das ist ein Antikmarkt im Südosten der Stadt, direkt am 3. Ring.

Ein dritter Teil befindet sich ein bisschen abseits des Hauptmarktes. Man geht um ein paar Ecken und steht plötzlich vo 2 m großen Buddhastatuen. Überwältigend! Mehr bleibt mir dazu nicht zu sagen.
Der eine Teil des Marktes besteht aus normalen Verkaufsständen, wo Schmuck, Fächer, Deko, typische chinesische Taschen und und und verkauft werden. Ein anderer Teil lädt sehr zum Stöbern ein: der Flohmarkt. Hier kann man zwar schon benutzte, aber dafür recht interessante und günstige Dinge erstehen.
Meine Errungenschaften (endlich):
Ein dritter Teil befindet sich ein bisschen abseits des Hauptmarktes. Man geht um ein paar Ecken und steht plötzlich vo 2 m großen Buddhastatuen. Überwältigend! Mehr bleibt mir dazu nicht zu sagen.
Ich weiß, meine Mama, Omas, Tante, etc. sind in diesem Moment, wo sie das lesen, sehr neidisch :)
Samstag, 18. August 2007
Interessanter Link
Hier findet Ihr eine Anleitung, wie man Stäbchen richtig hält, wie man sich chinesisch am Tisch benimmt und vielerlei Rezepte. Einfach mal stöbern:
http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/chinesische/#Schweinefleisch
http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/chinesische/#Schweinefleisch
Donnerstag, 16. August 2007
Immer wieder donnerstags...
Ja, wir haben wieder einen Besucher, der natürlich auch in den Genuss des fantastischen Essens bei Tairyo kommen will.
Leider war der Besuch des Restaurants dieses Mal etwas von Startschwierigkeiten geplagt.
Wir haben aus Versehen bei der falschen Telefonnummer angerufen, um zu reservieren. Es gibt nämlich 2 dieser Lokale in Beijing. Wir sind aber natürlich in unser altbewährtes gefahren und bis dann - typisch Chinese- uns mal einer erklärt hat, warum wir zwar einen Tisch bekommen haben, aber nicht bedient wurden, verging ca. eine halbe Stunde.
Danach ging aber wieder alles reibungslos von statten. Zao, unser altbewährter Koch, unterhält sich zwar jetzt nur noch per SMS mit uns, weil seine Aussprache so krass ist, dass ich kein Wort mündlich verstehe. Chinesisch SMSen ist durchaus eine interessante Abendbeschäftigung... (Natürlich nicht mit Schritfzeichen, aber so reicht das schon!)
Mittwoch, 15. August 2007
Tailor Ò le
Also ich bin sehr zufrieden, das Kleid wird ganz gut. Klar, beim ersten Fitting passt so was nicht auf Anhieb. Ist mir aber auch lieber, nicht dass es sonst zu klein, zu kurz, zu lang, zu... ist.
Damit es sich rentiert und wir nicht tausendmal hinfahren, haben wir alle zusammen eine Großbestellugn aufgegeben. Am Wochenende ist nächstes Fitting und sicher nächste Woche wieder. Werde Euch dann berichten und Fotos zeigen...
Coutdown
So genau jetzt in 2 Wochen sitze ich schon im Flugzeug auf dem Weg nach Hause.
Komisches Gefühl! Wo sind die 4 Monate hier hin? Das ist alles wie im Flug vergangen...
Schade, aber daheim warten große Veränderungen auf mich, denen ich mich nun wohl oder übel stellen muss.
Komisches Gefühl! Wo sind die 4 Monate hier hin? Das ist alles wie im Flug vergangen...
Schade, aber daheim warten große Veränderungen auf mich, denen ich mich nun wohl oder übel stellen muss.
Dienstag, 14. August 2007
Montag, 13. August 2007
Meine ersten Erfahrungen beim Schneider
Heute habe ich das erste Mal gewagt, ein Kleid in Auftrag zu geben. Ein schlichtes braunes, Etuikleid. Hatte sogar ein Bild dazu. Preis war schnell verhandelt, sind ja mittlerweile schon Großkunden dort: 180 RMB, das ist wirklich ok. Mal gucken, Mittwoch ist Anprobe...
Wenn das gut wird, werd ich vielleicht noch mal nachlegen...
Mann oh Mann!
Nachdem mir zu viele Beschwerden zu Ohren gekommen sind, man wolle wieder neue Fotos sehen, habe ich mir heute Morgen um 9 Uhr ein Herz gefasst und mich an den PC gesetzt, um meine Fotos mal wieder zu bearbeiten und hochzuladen. Leider benötigen die Fotos so viel Speicherplatz, und ich kann mich doch immer nicht entscheiden, also ist mein Account voll. Jetzt muss ich mir erstmal ein paar Tricks einfallen lassen, um dieses Hinderniss aus dem Weg zu räumen.
Wie das Wetter ist? Wieder super, relativ klare Sicht und Sonnenschein...
Sonntag, 12. August 2007
KRAAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSS
SO NASS bin ich auch schon lange nimmer geworden. Waren heut zum Abendessen in Houhai. Plötzlich kam starker Wind auf. Schlau, wie wir sind, haben wir noch schnell gezahlt, damit wir noch Taxis kriegen (mit 9 Personen), bevor alle anderen merken, dass es bald regnet. Doch leider waren die Chinesen ausnahmsweise schneller... So haben wir dann nur ein Taxi bekommen und dann haben wir zu fünft noch ca. ne Stunde gewartet... Hm, naja, hilft ja nix. Erst ma Unterstellen. Hab aber bissl Angst gehabt, als ich da so am Straßenrand stand und es zu blitzen begann. Bis zu den Knöcheln stand ich im Wasser. Mindestens 10 doofe, leere Taxis sind vorbeigefahren ohne anzuhalten, bis eines anhielt, um die Fahrgäste raus zu lassen. Tja, da hat der liebe Fahrer Pech gehabt. Schwupps, und drin war ich. Und stellt Euch vor: der hat uns alle mitgenommen. Gott sei Dank!
Jetzt ist mir auf jeden Fall scheißekalt :)
War jetzt erst mal richtig heiß duschen. Jetzt wird eingemummelt und Tee mit Rum getrunken. Hoffentlich bin ich morgen nicht krank. Aber so was hab ich, glaub ich, hier noch nie erlebt...
Samstag, 11. August 2007
Ein schöner Tag
Samstag, Wochenende!
Frühstück bei Café Konstanz- deutsche Brötchen, Wurst und und und. Dann Semmeln einkaufen und Wurst bei Schindler, unserem deutschen Metzger. Supi, das macht Spass, das bringt Glück!
Strahlender Sonnenschein, da will man natürlich baden gehen. Geht hier nicht wirklich. Crab Island - künstlicher Sandstrand, stadtnah mit Meerwasserpools. Aber das ist am Wochenende mit Sicherheit total überfüllt, das macht dann auch keinen Spass. Daher haben wir uns damit abgefunden, uns nur in nem Park ins Gras zu legen. Gleich um die Ecke, gegenüber vom Rosedale Hotel, richtig nett. Haben uns da ausgbereitet und Kuchen gegessen. Super bequem, die haben hier Gras, das, wenn man drauf steift, mindestens 10 cm nachfedert. Leider ist es aber nicht so wie im Englischen Garten oder so, dass man das Gras betreten darf. Wir haben uns blöd gestellt. Schließlich stehen normal überall Verbotsschilder, weil die Chinesen sich scheinbar ohne Regeln nicht benehmen können. Dieses Mal gab es aber keine. Dennoch kamen mehrere Parkwächter, wir dürften uns da nicht hinlegen und so. Bis sie dann einen geschickt haben, der total niedlich auf Englisch versucht hat, uns die "Lage" zu erklären. Dann sind wir halt gegangen.
Auf zum Yashow zum Schneider. Ist natürlich wieder ausgeartet, diesmal in der Schmuckabteilung. Dort kann man sich nach Herzenslust alles anfertigen lassen, was man will, und das für echt wenig Geld. Drei Mädels, klar, das dauert.
Abends hieß es dann für mich Kochen. Schinkennudeln und Salat. Dann Fussball gucken. Ja, die haben hier tatsächlich F.C. Bayern übertragen, zwar mit chinesischem Kommentar, aber dann muss man sich über den wenigstens nicht aufregen. Stundenlanges Kniffeln und dann platt ins Bett fallen...
Freitag, 10. August 2007
Kinderarbeit...
Olympia-Souvenirhersteller gibt Kinderarbeit zu
Einer der Hersteller von Souvenir-Artikeln für die Olympischen Spiele 2008 in Peking hat eingeräumt, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das in der Vergangenheit Kinder beschäftigt hat. Die Firma beteuert aber ihr Unschuld.
Einer der Hersteller von Souvenir-Artikeln für die Olympischen Spiele 2008 in Peking hat eingeräumt, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das in der Vergangenheit Kinder beschäftigt hat. Die Firma beteuert aber ihr Unschuld.
Lekit Stationery aus Shenzhen in der südchinesischen Provinz Guangdong habe im Frühjahr einen Teil seiner Aufträge an ein benachbartes Unternehmen ausgelagert, bestätigte Lekit-Manager Michael Lee der BBC. Die Firma habe während der Schulferien auch Kinder beschäftigt. "Wir wussten nichts davon", sagte Lee. Die beiden Unternehmen sind unmittelbar benachbart. Die Olympia-Souvenirs seien von dem Vertrag nicht betroffen gewesen.
Lekit gehört zu den vier Herstellern von Merchandisingartikeln für die Olympiade, denen die gewerkschaftsnahe Organisation "Play Fair 2008" in einer Studie am Wochenende vorgeworfen hat, Arbeiter auszubeuten. Mitarbeiter müssten bis zu 15 Stunden am Tag arbeiten, bekämen keinen Tag frei und seien teilweise gesundheitsschädigenden Chemikalien ausgesetzt. Viele würden für die Herstellung von Kappen, Taschen oder Schreibwaren mit dem Logo der Spiele gerade einmal die Hälfte des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns bekommen. Um das zu verschleiern, würden die Arbeitgeber Dokumente fälschen.
Der Play-Fair-Report hat international Aufmerksamkeit erregt. Unter anderem forderte die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, umfassende Aufklärung der Vorwürfe.
Die Organisatoren kündigten harte Schritte an. "Es gibt klare Anforderungen an die Hersteller. Wenn sie diese nicht einhalten, werden sie nicht länger für uns arbeiten", sagte Jiang Xiaoyu, Vizepräsident des Pekinger Organisationskomitees. Erst durch die Prüfungen der Behörden in Guangdong habe er von der Kinderarbeit erfahren, sagte Lekit-Manager Lee. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen.
Der Play-Fair-Report hat international Aufmerksamkeit erregt. Unter anderem forderte die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, umfassende Aufklärung der Vorwürfe.
Die Organisatoren kündigten harte Schritte an. "Es gibt klare Anforderungen an die Hersteller. Wenn sie diese nicht einhalten, werden sie nicht länger für uns arbeiten", sagte Jiang Xiaoyu, Vizepräsident des Pekinger Organisationskomitees. Erst durch die Prüfungen der Behörden in Guangdong habe er von der Kinderarbeit erfahren, sagte Lekit-Manager Lee. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen.
Jugend schuftet für Olympia
Britische Gewerkschaften haben schwere Vorwürfe gegen die chinesischen Olympia-Organisatoren erhoben. Demnach würden Zwölfjährige für die Produktion von Souvenirs eingesetzt. Kinder und Erwachsene würden von "skrupellosen Unternehmern" ausgebeutet.
Britische Gewerkschaften haben schwere Vorwürfe gegen die chinesischen Olympia-Organisatoren erhoben. Demnach würden Zwölfjährige für die Produktion von Souvenirs eingesetzt. Kinder und Erwachsene würden von "skrupellosen Unternehmern" ausgebeutet.
Untersuchungen in vier chinesischen Fabriken, die Taschen, Mützen, Schreibwaren und andere Artikel mit dem Olympia-Logo herstellen, hätten ergeben, dass Kinder und Erwachsene dort von "skrupellosen Unternehmern ausgebeutet" werden, teilte der Gewerkschaftsdachverband TUC am Montag in London mit.
Dadurch werde das olympische Ideal befleckt, sagte TUC-Generalsekretär Brendan Barber. Selbst Erwachsenen werde in den Fabriken nur ein Lohn von umgerechnet 22 Euro-Cent pro Stunde gezahlt, was lediglich der Hälfte des üblichen Mindestlohns in China entspreche. Zudem müssten die Beschäftigten sieben Tage pro Woche jeweils bis zu 15 Stunden arbeiten. Barber forderte das Internationale Olympische Komitee auf, "den Respekt für die Rechte von Arbeitern in der Olympischen Charta festzuschreiben".
Dadurch werde das olympische Ideal befleckt, sagte TUC-Generalsekretär Brendan Barber. Selbst Erwachsenen werde in den Fabriken nur ein Lohn von umgerechnet 22 Euro-Cent pro Stunde gezahlt, was lediglich der Hälfte des üblichen Mindestlohns in China entspreche. Zudem müssten die Beschäftigten sieben Tage pro Woche jeweils bis zu 15 Stunden arbeiten. Barber forderte das Internationale Olympische Komitee auf, "den Respekt für die Rechte von Arbeitern in der Olympischen Charta festzuschreiben".
Das chinesische Organisationskomitee BOCOG verteidigte sich am Montag damit, dass alle Unternehmen zu strikter Einhaltung der Regeln und Verpflichtungen angehalten würden. Die Organisatoren sagten am Montag zu, Verträge mit chinesischen Firmen zu kündigen, falls diesen schwere Verletzungen des Arbeitsrechts nachgewiesen werden können. BOCOG bestätigte, dass in dem Report der "PlayFair 2008-Kampagne" vier Firmen direkt benannt seien.
Die Pekinger Olympia-Organisatoren wollen mit dem olympischen Marketing-Programm rund 70 Mio. $ verdienen. 50 Mio. $ sollen mit dem Verkauf olympischer Andenken erwirtschaftet werden, weitere 20 Mio. $ mit dem Verkauf von Münzen und Briefmarken.
Die Pekinger Olympia-Organisatoren wollen mit dem olympischen Marketing-Programm rund 70 Mio. $ verdienen. 50 Mio. $ sollen mit dem Verkauf olympischer Andenken erwirtschaftet werden, weitere 20 Mio. $ mit dem Verkauf von Münzen und Briefmarken.
Fake-Artikel beschlagnahmt....
Die Pekinnger Polizei beschlagnahmte 30.000 olympische Fake Artikel, im wesentlichen “Fuwa’s” die in der Nähe von U-Bahn Stationen verkauft wurden. Vermutlich sind 30.000 nur ein geringer Bruchteil der lukrativen Nachbildungen. Käufer dieser Artikel sollten aufpassen, denn die Füllmaterialien für die süßen Maskottchen können aus Industrieabfällen bestehen, die der Gesundheit erheblichen Schaden zufügen können.
http://www.chinadaily.com.cn/2008/2007-06/18/content_896660.htm
http://www.chinadaily.com.cn/2008/2007-06/18/content_896660.htm
365-Tage, der Countdown läuft
Am 8.August wurde vor dem Nationalmuseum, östlich des Tiananmen-Squares, die Countdown-Uhr errichtet und wird bis zum Eröffnungstag fortlaufen.
Peking ist daruf bedacht, sein Konzept der “Grünen spiele” weiter zu verwirklichen. Dabei werden alte Fabrikkonstrukte erneuert, oder in Nachbarprovinzen ausgelagert, Grünflächen geschaffen und Wasserreserven aufgestockt. Nach dem Bericht der Peoples Daily sei die Luftqualität im vergangenen Jahr in 241 Tagen gut gewesen, während es 1998 war dies nur so in 100 Tagen.
——–
http://english.people.com.cn/90001/90780/91345/6234926.html
——–
Am 8. August wurde auch der Pekinger Hotline-Dienst zu Fragen der Olympischen Spiele eingerichtet, der augenblicklich aber nur Informationen für Olympia-Freiwillige und über den Fackellauf weitergeben kann. Die Nummer ist unter 86-10-12308 erreichbar.
(Tickethotline: 952008, Olympia-Artikel-Hotline: 800-810-0010)
Peking ist daruf bedacht, sein Konzept der “Grünen spiele” weiter zu verwirklichen. Dabei werden alte Fabrikkonstrukte erneuert, oder in Nachbarprovinzen ausgelagert, Grünflächen geschaffen und Wasserreserven aufgestockt. Nach dem Bericht der Peoples Daily sei die Luftqualität im vergangenen Jahr in 241 Tagen gut gewesen, während es 1998 war dies nur so in 100 Tagen.
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http://english.people.com.cn/90001/90780/91345/6234926.html
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Am 8. August wurde auch der Pekinger Hotline-Dienst zu Fragen der Olympischen Spiele eingerichtet, der augenblicklich aber nur Informationen für Olympia-Freiwillige und über den Fackellauf weitergeben kann. Die Nummer ist unter 86-10-12308 erreichbar.
(Tickethotline: 952008, Olympia-Artikel-Hotline: 800-810-0010)
Hört, hört, China reagiert
Mindestens genauso groß wie Doping ist für China das Problem der Luftverschmutzung. IOC-Präsident Jacques Rogge drohte bereits mit einer Verschiebung einiger Sportarten, wenn Peking bis zu den Spielen im August 2008 die Luftverschmutzung nicht in den Griff bekommen sollte. Das IOC sei nicht zum ersten Mal mit ähnlichen Problemen konfrontiert, sagte Vesper. Um die Luftqualität zu verbessern, plant Peking Baustopps, Fabrikschließungen und Autofahrverbote in der Stadt. Der Erfolg solcher Maßnahmen wird erstmals nächste Woche geprüft.
Vom 17. bis 23. August startet die Stadt einen Testlauf.
1,3 Millionen ihrer drei Millionen Pkws werden dann stillgelegt. Vesper plädiert bei der Luftverbesserung mit China zusammen zu arbeiten, damit es dort nicht nur während der 16 Tage der Olympischen Spiele bessere Luft gibt.
Die Stadtregierung will mit radikalen Maßnahmen, die vielleicht nur in einem System wie in China möglich sind, den Himmel aufklaren und die Straßen freimachen: Eine Million Autos werden Fahrverbot bekommen, die meisten Fabriken vorübergehend stillgelegt.
Dieser Link ist ganz interessant, wenn auch, meiner Meinung nach etwas überzogen...
Blauer Himmel während der Spiele?
12,3 Milliarden US-Dollar stellt Peking für Luft- und Umweltverbesserungs-maßnahmen zur Verfügung. Bislang wurden 200 Fabriken geschlossen. Eine der größten Stahlfabriken wird gerade verlegt. Während der Spiele sollen alle Fabriken im Umkreis von 120 Kilometern ihre Produktion einstellen. Außerdem werden etwa 1,5 Millionen Autos stillgelegt. Eine Rush-Hour wird es auch nicht geben. Die Regierung hat den Pekingern 16 Tage olympischen Sonderurlaub geschenkt. Ein gigantischer Aufwand - damit die Touristen und die Athleten nicht ahnen, wie schlimm die Luftverschmutzung in Peking ist, sondern nur den blauen Himmel sehen.
12,3 Milliarden US-Dollar stellt Peking für Luft- und Umweltverbesserungs-maßnahmen zur Verfügung. Bislang wurden 200 Fabriken geschlossen. Eine der größten Stahlfabriken wird gerade verlegt. Während der Spiele sollen alle Fabriken im Umkreis von 120 Kilometern ihre Produktion einstellen. Außerdem werden etwa 1,5 Millionen Autos stillgelegt. Eine Rush-Hour wird es auch nicht geben. Die Regierung hat den Pekingern 16 Tage olympischen Sonderurlaub geschenkt. Ein gigantischer Aufwand - damit die Touristen und die Athleten nicht ahnen, wie schlimm die Luftverschmutzung in Peking ist, sondern nur den blauen Himmel sehen.
Blauer Himmel über Peking
Die weltweit größte Planung und Umsetzung zur Wetteränderung findet gerade in China statt, denn in diesem großen auf Lanwirtschaft basierendemLand, kann man das Wetter weder einem Gott, noch dem Zufall überlassen. Maßnahmen zur Regenerzeugung und Regenabwendung werden in China schon seit den 50er Jahren betrieben, bislang um Hitzephasen zu mildern, Sandstürme abzuwenden, Aufforstung zu fördern. Jetzt aber haben die Wetterbeamten eine neue Aufgabe: Die Sicherung eines blauen Himmels während der Erföffnung der Olympischen Spiele.
In Peking durchlaufen an die 135 Bauern spezielle Trainings, die ihnen erklären, wie man chemisches Granulat mit Hilfe von Raketenwerfern und 37 mm Fliegerabwehrkanonen in den Himmel schießt, ohne sich dabei selbst zu verletzen. Dieses bereits langjährig angewendete Verfahren löst sogar bei chinesischen Umweltexperten großes Bedenken aus. Denn es gibt keine Garantie dafür, dass die Methode wirklich funktioniert, da man nicht messen kann, wieviel Regen ohne eine Einflussnahme gefallen wäre. Dennoch gaben chinesische Behörden an, zwischen 1999 und 2006, 250 Billionen Tonnen Wasser künstlich hergestellt zu haben.
Die weltweit größte Planung und Umsetzung zur Wetteränderung findet gerade in China statt, denn in diesem großen auf Lanwirtschaft basierendemLand, kann man das Wetter weder einem Gott, noch dem Zufall überlassen. Maßnahmen zur Regenerzeugung und Regenabwendung werden in China schon seit den 50er Jahren betrieben, bislang um Hitzephasen zu mildern, Sandstürme abzuwenden, Aufforstung zu fördern. Jetzt aber haben die Wetterbeamten eine neue Aufgabe: Die Sicherung eines blauen Himmels während der Erföffnung der Olympischen Spiele.
In Peking durchlaufen an die 135 Bauern spezielle Trainings, die ihnen erklären, wie man chemisches Granulat mit Hilfe von Raketenwerfern und 37 mm Fliegerabwehrkanonen in den Himmel schießt, ohne sich dabei selbst zu verletzen. Dieses bereits langjährig angewendete Verfahren löst sogar bei chinesischen Umweltexperten großes Bedenken aus. Denn es gibt keine Garantie dafür, dass die Methode wirklich funktioniert, da man nicht messen kann, wieviel Regen ohne eine Einflussnahme gefallen wäre. Dennoch gaben chinesische Behörden an, zwischen 1999 und 2006, 250 Billionen Tonnen Wasser künstlich hergestellt zu haben.
Und noch vieles mehr...
Und was soll ich Euch sagen? Der am Montag begonnene Testlauf, Fabriken abzuschalten und das Resultat zu beobachten, hat uns 3 Tage schönes Wetter beschehrt...
IOC will bessere Luft in Peking, Olympia-Boykott der USA möglich
Bei zu starkem Smog will der oberste Olympionike 2008 Medaillen außerhalb der Stadtgrenzen vergeben. Die stärkste Sportnation der Welt ist dann vielleicht gar nicht am Start. Ein Eistanz-Weltmeister hat einen folgenschweren Unfall verursacht, Alexander Tichonow einen neuen Eklat.
Hamburg - Bei zu hoher Luftverschmutzung während der Olympischen Spiele 2008 in Peking könnten Ausdauer-Wettbewerbe verlegt werden. Das sagte Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), heute dem US-Fernsehsender CNN: "Die Gesundheit der Athleten steht für uns an erster Stelle. Wir haben entsprechende Pläne vorbereitet." Besonders im Blickpunkt stünden Entscheidungen wie das Straßen-Radrennen, das über sechs Stunden dauert.
Das Thema Luftverschmutzung ist trotz aller Beteuerungen seitens der Organisatoren für das IOC offenbar das dringlichste Problem. "Hier haben wir in der Tat die größten Bedenken", sagte Rogge. Er hofft, dass die Chinesen mit diversen Maßnahmen dafür Sorge tragen werden, dass die Qualität der Luft über der chinesischen Hauptstadt während der Spiele deutlich besser sein wird als in diesem Jahr.
Politiker in den USA machen sich Gedanken über einen möglichen Boykott der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Eine entsprechende Resolution haben Vertreter der Republikaner ins Repräsentantenhaus eingebracht und zur Diskussion gestellt. Solange China seine "ernsthaften Verletzungen von Menschenrechten" nicht stoppe und die Menschenrechtsverletzungen der Regierungen im Sudan, in Nordkorea und Burma unterstütze, müsse ein Boykott zumindest in Erwägung gezogen werden, heißt es in der Resolution. Die Verfasser vergleichen Olympia in Peking mit den Sommerspielen 1936 in Berlin, die von den Nationalsozialisten zu reinen Propagandazwecken missbraucht wurden. "Die Integrität des Gastgeberlandes ist von allerhöchster Wichtigkeit und darf keinesfalls die teilnehmenden Athleten oder den Charakter der Spiele beschmutzen", heißt es in der Resolution.
Der zweifache Eistanz-Weltmeister Maxim Stawiski aus Bulgarien hat mit Alkohol am Steuer einen tödlichen Unfall verursacht. Nach bulgarischen Presseberichten war der 30-Jährige am vergangenen Sonntagabend allein in seinem Jeep an der Schwarzmeerküste unterwegs, als er aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, auf die Gegenfahrbahn geriet und dort frontal mit einem mit vier Personen besetzten Pkw zusammenstieß. Ein 24-jähriger Mann starb, eine Frau liegt im Koma.
Bei Stawiski wurden 1,1 Promille Alkohol festgestellt. In Bulgarien gilt ein Alkohollimit von 0,5 Promille. Im März hatten Stawiski und seine Partnerin Albena Denkowa ihren zweiten WM-Titel gewonnen. Die beiden wurden erst kürzlich mit dem höchsten bulgarischen Staatsorden für ihre sportlichen Verdienste geehrt und engagieren sich in einer landesweiten Kampagne gegen Alkohol am Steuer.
Nach einem von Verbandspräsident Alexander Tichonow verursachten neuen Eklat im russischen Biathlon-Team hat Sportminister Wjatscheslaw Fetisow zwei Trainer entlassen. Alexander Selifonow und Andre Geranin müssen gehen, weil sie auf Anweisung von Tichonow versucht hatten, ihre Sportlerinnen zu einem Vertrag mit dem Verband zu nötigen. Tichonow war kürzlich wegen Beteiligung an einem Mordkomplott zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, durfte aber nach einer umgehend durchgeführten Amnestie den Gerichtssaal als freier Mann verlassen.
Vor der Abreise ins Trainingslager drohte Tichonow nun den Teammitgliedern an, sie nicht mitzunehmen, falls sie die Vereinbarung nicht unterschreiben. Drei Sportlerinnen unterzeichneten den Vertrag, fünf andere nicht, diese durften auf Anordnung der beiden verantwortlichen Trainer nicht mitfahren. Das Quintett richtete daraufhin einen offenen Brief an Sportminister Fetisow, der die Übungsleister aus "arbeitsrechtlichen Gründen" umgehend entließ. Bei dem schon seit vergangener Saison schwelenden Streit geht es um Vermarktungsrechte und finanzielle Beteiligung der Athleten. Bislang kassiert der Verband den Großteil der Erlöse. Im vergangenen Winter hatten die russischen Sportler mit dem Abkleben des Hauptsponsor-Schriftzugs gegen die von Tichonow vorgeschriebenen Knebelverträge protestiert.
Politiker in den USA machen sich Gedanken über einen möglichen Boykott der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Eine entsprechende Resolution haben Vertreter der Republikaner ins Repräsentantenhaus eingebracht und zur Diskussion gestellt. Solange China seine "ernsthaften Verletzungen von Menschenrechten" nicht stoppe und die Menschenrechtsverletzungen der Regierungen im Sudan, in Nordkorea und Burma unterstütze, müsse ein Boykott zumindest in Erwägung gezogen werden, heißt es in der Resolution. Die Verfasser vergleichen Olympia in Peking mit den Sommerspielen 1936 in Berlin, die von den Nationalsozialisten zu reinen Propagandazwecken missbraucht wurden. "Die Integrität des Gastgeberlandes ist von allerhöchster Wichtigkeit und darf keinesfalls die teilnehmenden Athleten oder den Charakter der Spiele beschmutzen", heißt es in der Resolution.
Der zweifache Eistanz-Weltmeister Maxim Stawiski aus Bulgarien hat mit Alkohol am Steuer einen tödlichen Unfall verursacht. Nach bulgarischen Presseberichten war der 30-Jährige am vergangenen Sonntagabend allein in seinem Jeep an der Schwarzmeerküste unterwegs, als er aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, auf die Gegenfahrbahn geriet und dort frontal mit einem mit vier Personen besetzten Pkw zusammenstieß. Ein 24-jähriger Mann starb, eine Frau liegt im Koma.
Bei Stawiski wurden 1,1 Promille Alkohol festgestellt. In Bulgarien gilt ein Alkohollimit von 0,5 Promille. Im März hatten Stawiski und seine Partnerin Albena Denkowa ihren zweiten WM-Titel gewonnen. Die beiden wurden erst kürzlich mit dem höchsten bulgarischen Staatsorden für ihre sportlichen Verdienste geehrt und engagieren sich in einer landesweiten Kampagne gegen Alkohol am Steuer.
Nach einem von Verbandspräsident Alexander Tichonow verursachten neuen Eklat im russischen Biathlon-Team hat Sportminister Wjatscheslaw Fetisow zwei Trainer entlassen. Alexander Selifonow und Andre Geranin müssen gehen, weil sie auf Anweisung von Tichonow versucht hatten, ihre Sportlerinnen zu einem Vertrag mit dem Verband zu nötigen. Tichonow war kürzlich wegen Beteiligung an einem Mordkomplott zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, durfte aber nach einer umgehend durchgeführten Amnestie den Gerichtssaal als freier Mann verlassen.
Vor der Abreise ins Trainingslager drohte Tichonow nun den Teammitgliedern an, sie nicht mitzunehmen, falls sie die Vereinbarung nicht unterschreiben. Drei Sportlerinnen unterzeichneten den Vertrag, fünf andere nicht, diese durften auf Anordnung der beiden verantwortlichen Trainer nicht mitfahren. Das Quintett richtete daraufhin einen offenen Brief an Sportminister Fetisow, der die Übungsleister aus "arbeitsrechtlichen Gründen" umgehend entließ. Bei dem schon seit vergangener Saison schwelenden Streit geht es um Vermarktungsrechte und finanzielle Beteiligung der Athleten. Bislang kassiert der Verband den Großteil der Erlöse. Im vergangenen Winter hatten die russischen Sportler mit dem Abkleben des Hauptsponsor-Schriftzugs gegen die von Tichonow vorgeschriebenen Knebelverträge protestiert.
Leider verpasst...
OLYMPIA-PARTY IN PEKING
Countdown für die Menschenrechte
Mega-Party in Peking: Das Regime und das Olympische Komitee starteten auf dem Platz des Himmlischen Friedens den Countdown für die Spiele 2008. IOC-Boss Rogge lobte China - doch nicht allen ist nach Feiern zumute, US-Abgeordnete fordern gar einen Boykott.
Peking - Mit einem großen Feuerwerk und einer glitzernden Jubelfeier hat auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking der Countdown ein Jahr vor den Olympischen Spielen begonnen. "Die Welt blickt mit großen Erwartungen nach China und auf Peking", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, bei der Zeremonie. 10.000 Gäste und ausgewählte Zuschauer begrüßten exakt um 8 Uhr abends Ortszeit den Start für das kommende Jahr bis zur Eröffnungsfeier am 8.8.2008 - die Zahl "8" verheißt den Chinesen Glück und Reichtum.
Bei der Zeremonie wurden formell die Einladungen an die 205 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) einzeln übergeben. Es seien "so viele wie nie zuvor", sagte Rogge. Die Spiele seien eine "großartige Gelegenheit, China und sein Volk zu entdecken".
Trotz seines Lobes für die Vorbereitungen in Peking zeigten sich Rogge und andere Sportverantwortliche besorgt über die Luftverschmutzung in Peking, die eine Verschiebung von Wettbewerben notwendig machen könnte. "Ja, das ist eine Option", sagte Rogge dem US-Fernsehsender CNN - gerade in Ausdauersportarten "wie Radrennen, wo sechs Stunden lang gekämpft wird".
"China hat die Schraube noch einmal erheblich angezogen"
Die Countdown-Feiern fanden auf dem Tian'anmen statt, dem Platz des Himmlischen Friedens, der 1989 im Mittelpunkt der blutig niedergeschlagenen Proteste für mehr Demokratie stand - Anlass für Menschenrechtler zu neuer Kritik an China. Das Regime habe seine Verpflichtungen nicht erfüllt, die es 2001 bei der Vergabe der Spiele eingegangen habe.
China hatte während der Bewerbungsphase 2001 Verbesserungen bei den Menschenrechten und "völlige Freiheit der Berichterstattung" zugesagt. Das sei nicht der Fall, im Gegenteil, kritisiert Human Rights Watch: China habe "die Schraube noch einmal erheblich angezogen", sagte die Direktorin des Deutschlandbüros der Organisation, Marianne Heuwagen, im Deutschlandfunk.
"Solange die chinesischen Behörden nicht dringend Maßnahmen ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen im kommenden Jahr zu stoppen, nehmen sie in Kauf, dass das Bild Chinas und die Bilanz der Olympischen Spiele in Peking getrübt werden", sagte Amnesty-International-Generalsekretärin Irene Kahn. Zu den Menschenrechtsverletzungen zählen politisch motivierte Verhaftungen ohne Gerichtsverfahren, erzwungenes Exil von Regimekritikern, religiöse Unterdrückung, Probleme im Rechtssystem, mangelnde Pressefreiheit, die unverminderte Anwendung der Todesstrafe, Folter und Missbrauch von Gefangenen.
"Darauf dringen, die Situation ganz konkret zu verbessern"
Für die Grünen im Bundestag forderte Volker Beck, Obmann im Menschenrechte-Ausschuss, die Staatengemeinschaft, das IOC und die Sportverbände "müssten jetzt einfach den Druck auf China erhöhen". Die Weltöffentlichkeit müsse die Führung spüren lassen, "dass die Zusicherung, die Menschenrechtssituation werde sich vor den Olympischen Spielen verbessern, bislang nicht eingehalten wurde - und dass wir hier darauf dringen, die Situation ganz konkret zu verbessern".
Nur wenige Stunden vor der Feier wurden zwei tibetische Unabhängigkeitsaktivisten festgenommen. Lhadon Tethong aus Kanada und Paul Golding seien auf dem Weg zum Tian'anmen gewesen, als Sicherheitskräfte zugegriffen hätten, sagte eine Sprecherin von "Studenten für ein freies Tibet" (SFT). Ihr Schicksal ist ebenso ungeklärt wie das von sechs Aktivisten, die am Vortag an der Großen Mauer gegen Chinas Herrschaft in Tibet protestiert hatten.
Zuvor hatten sich schon Politiker in den USA wegen der Menschenrechtsverletzungen in China Gedanken über einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking gemacht. Republikaner stellten im Abgeordnetenhaus eine Resolution zur Diskussion: Solange China seine "ernsthaften Verletzungen von Menschenrechten" nicht stoppe und die Menschenrechtsverletzungen der Regierungen im Sudan, in Nordkorea und Burma unterstütze, müsse ein Boykott zumindest in Erwägung gezogen werden (mehr...). Ein Doping-Experte forderte gar einen Olympia-Boykott der führenden Sportnationen (mehr...).
"Den Weg einer friedlichen Entwicklung gehen"
Als höchster chinesischer Politiker nahm Parlamentschef Wu Bangguo an der Countdown-Zeremonie teil, nach Staats- und Parteichef Hu Jintao die Nummer zwei in der chinesischen Machthierarchie. In seiner stark ideologischen Rede versicherte Wu Bangguo, China sei entschlossen, "den Weg einer friedlichen Entwicklung zu gehen", und suche Freundschaft und Kooperation mit anderen Ländern.
Der Vorsitzende des Organisationskomitees (BOCOG) und Parteichef von Peking, Liu Qi, sicherte großen Anstrengungen zu, um großartige Spiele zu veranstalten und "Peking olympisch in Form zu bringen". Als Titelsong der sorgfältig orchestrierten, farbenfrohen Feier sangen mehr als 100 Sänger aus Festlandchina, Hongkong und Taiwan "Wir sind bereit" (We Are Ready). Das einfache Volk säumte schon Stunden vorher die Straßen um den streng abgesicherten Platz im Herzen der Hauptstadt, um zumindest am Rande etwas mitzubekommen.
Countdown für die Menschenrechte
Mega-Party in Peking: Das Regime und das Olympische Komitee starteten auf dem Platz des Himmlischen Friedens den Countdown für die Spiele 2008. IOC-Boss Rogge lobte China - doch nicht allen ist nach Feiern zumute, US-Abgeordnete fordern gar einen Boykott.
Peking - Mit einem großen Feuerwerk und einer glitzernden Jubelfeier hat auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking der Countdown ein Jahr vor den Olympischen Spielen begonnen. "Die Welt blickt mit großen Erwartungen nach China und auf Peking", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, bei der Zeremonie. 10.000 Gäste und ausgewählte Zuschauer begrüßten exakt um 8 Uhr abends Ortszeit den Start für das kommende Jahr bis zur Eröffnungsfeier am 8.8.2008 - die Zahl "8" verheißt den Chinesen Glück und Reichtum.
Bei der Zeremonie wurden formell die Einladungen an die 205 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) einzeln übergeben. Es seien "so viele wie nie zuvor", sagte Rogge. Die Spiele seien eine "großartige Gelegenheit, China und sein Volk zu entdecken".
Trotz seines Lobes für die Vorbereitungen in Peking zeigten sich Rogge und andere Sportverantwortliche besorgt über die Luftverschmutzung in Peking, die eine Verschiebung von Wettbewerben notwendig machen könnte. "Ja, das ist eine Option", sagte Rogge dem US-Fernsehsender CNN - gerade in Ausdauersportarten "wie Radrennen, wo sechs Stunden lang gekämpft wird".
"China hat die Schraube noch einmal erheblich angezogen"
Die Countdown-Feiern fanden auf dem Tian'anmen statt, dem Platz des Himmlischen Friedens, der 1989 im Mittelpunkt der blutig niedergeschlagenen Proteste für mehr Demokratie stand - Anlass für Menschenrechtler zu neuer Kritik an China. Das Regime habe seine Verpflichtungen nicht erfüllt, die es 2001 bei der Vergabe der Spiele eingegangen habe.
China hatte während der Bewerbungsphase 2001 Verbesserungen bei den Menschenrechten und "völlige Freiheit der Berichterstattung" zugesagt. Das sei nicht der Fall, im Gegenteil, kritisiert Human Rights Watch: China habe "die Schraube noch einmal erheblich angezogen", sagte die Direktorin des Deutschlandbüros der Organisation, Marianne Heuwagen, im Deutschlandfunk.
"Solange die chinesischen Behörden nicht dringend Maßnahmen ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen im kommenden Jahr zu stoppen, nehmen sie in Kauf, dass das Bild Chinas und die Bilanz der Olympischen Spiele in Peking getrübt werden", sagte Amnesty-International-Generalsekretärin Irene Kahn. Zu den Menschenrechtsverletzungen zählen politisch motivierte Verhaftungen ohne Gerichtsverfahren, erzwungenes Exil von Regimekritikern, religiöse Unterdrückung, Probleme im Rechtssystem, mangelnde Pressefreiheit, die unverminderte Anwendung der Todesstrafe, Folter und Missbrauch von Gefangenen.
"Darauf dringen, die Situation ganz konkret zu verbessern"
Für die Grünen im Bundestag forderte Volker Beck, Obmann im Menschenrechte-Ausschuss, die Staatengemeinschaft, das IOC und die Sportverbände "müssten jetzt einfach den Druck auf China erhöhen". Die Weltöffentlichkeit müsse die Führung spüren lassen, "dass die Zusicherung, die Menschenrechtssituation werde sich vor den Olympischen Spielen verbessern, bislang nicht eingehalten wurde - und dass wir hier darauf dringen, die Situation ganz konkret zu verbessern".
Nur wenige Stunden vor der Feier wurden zwei tibetische Unabhängigkeitsaktivisten festgenommen. Lhadon Tethong aus Kanada und Paul Golding seien auf dem Weg zum Tian'anmen gewesen, als Sicherheitskräfte zugegriffen hätten, sagte eine Sprecherin von "Studenten für ein freies Tibet" (SFT). Ihr Schicksal ist ebenso ungeklärt wie das von sechs Aktivisten, die am Vortag an der Großen Mauer gegen Chinas Herrschaft in Tibet protestiert hatten.
Zuvor hatten sich schon Politiker in den USA wegen der Menschenrechtsverletzungen in China Gedanken über einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking gemacht. Republikaner stellten im Abgeordnetenhaus eine Resolution zur Diskussion: Solange China seine "ernsthaften Verletzungen von Menschenrechten" nicht stoppe und die Menschenrechtsverletzungen der Regierungen im Sudan, in Nordkorea und Burma unterstütze, müsse ein Boykott zumindest in Erwägung gezogen werden (mehr...). Ein Doping-Experte forderte gar einen Olympia-Boykott der führenden Sportnationen (mehr...).
"Den Weg einer friedlichen Entwicklung gehen"
Als höchster chinesischer Politiker nahm Parlamentschef Wu Bangguo an der Countdown-Zeremonie teil, nach Staats- und Parteichef Hu Jintao die Nummer zwei in der chinesischen Machthierarchie. In seiner stark ideologischen Rede versicherte Wu Bangguo, China sei entschlossen, "den Weg einer friedlichen Entwicklung zu gehen", und suche Freundschaft und Kooperation mit anderen Ländern.
Der Vorsitzende des Organisationskomitees (BOCOG) und Parteichef von Peking, Liu Qi, sicherte großen Anstrengungen zu, um großartige Spiele zu veranstalten und "Peking olympisch in Form zu bringen". Als Titelsong der sorgfältig orchestrierten, farbenfrohen Feier sangen mehr als 100 Sänger aus Festlandchina, Hongkong und Taiwan "Wir sind bereit" (We Are Ready). Das einfache Volk säumte schon Stunden vorher die Straßen um den streng abgesicherten Platz im Herzen der Hauptstadt, um zumindest am Rande etwas mitzubekommen.
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